Maxdorf Triathlon 2019

Vor zwei Jahren konnte ich beim Maxdorf Triathlon über die Mitteldistanz meinen ersten Sieg im BASF Triathlon-Cup Rhein-Neckar feiern. Mit einer langen Flucht auf dem Rad schaffte ich es damals einen großen Vorsprung zum Laufen herauszuholen und diesen ins Ziel zu retten.

Warum sollte das also in 2019 mit besserer Trainingsform nicht genauso klappen?

Weil das Niveau im Cup mit Frederik Henes und Julian Erhardt als Hauptkonkurrenten dieses Jahr extrem gestiegen ist, aber auch weil ich mit Startnummer 1 auf keinen Fall den Überraschungseffekt wie vor zwei Jahren nutzen konnte.

Also musste ich umplanen um jede Chance nutzen zu können. Als Titelverteidiger wollte ich mich jedoch nicht mit einem sicheren Rennen um einen Podestplatz zufrieden geben, sondern alles versuchen, den Sieg zu holen. Sobald sich eine Chance auftut, wollte ich diese nutzen:

Die erste Chance hatte ich beim Schwimmen: Nach gutem Start merkte ich an der ersten Boje, dass ich eine kleine Lücke reißen konnte. Von da an gab ich Gas, um eventuell doch eine erste Vorentscheidung herbei führen zu können. Als Erster einer Dreier-Gruppe verlies ich das Wasser.

Beim Radfahren versuchte ich mein leichteres Körpergewicht am Berg einzusetzen, einerseits um dort Druck zu machen und andererseits um mir den Bergpreis zu sichern. Die gesamte Radstrecke fuhr ich mit Julian zusammen und wir konnten einen Vorsprung von ca. 4 Min. auf unsere Verfolger herausfahren.
Beim Laufen ging ich mit einem offensivem Tempo los, trotzdem hatte Julian durch einen schnelleren Wechsel und ein schnelleres Anlaufen, einen Abstand von einer Minute auf mich herausgeholt. Ich versuchte den Abstand zu halten und so noch alle Chancen zu wahren.
Aus einem Rennen um Platz 1 wurde dann jedoch eines um Platz 2, als ich merkte wie Freddy von hinten mit einem extrem starken Lauf angeschossen kam. Bei Kilometer 17 war es dann soweit und ich wurde überholt.

Am Schluss musste ich meiner sehr aggressiven Renngestaltung, dann auch ganz schön Tribut zollen, als der Mann mit dem Hammer auf den letzten 3 Kilometern ordentlich zuschlug. Mit meinem Rennen bin ich zufrieden, ich habe alles gegeben und das Ergebnis mit Platz 3 war alles was drin war.

Damit ist mein erster Wettkampfblock beendet und weiter geht es erst wieder beim Römerman in Ladenburg und die Woche danach beim Heidelbergman. Bis dahin steht das Training im Vordergrund und ich freue mich jetzt schon, dann durch meine Trainingsstrecken im Wettkampftempo zu schießen.


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Triathlon Mussbach Start in den BASF Triathlon-Cup Rhein-Neckar

Bei meinem vierten Rennen in vier Wochen ist in Mussbach nun auch so richtig der Sommer eingekehrt.
Nach solidem Schwimmen konnte ich auf dem Rad ein paar Plätze gut machen und auf Platz zwei hinter Julian Erhardt vom Rad steigen.
Julian war mir leider auf dem Rad um einige Sekunden enteilt. Trotz vollem Einsatz beim abschließenden 5km Lauf war gegen den späteren Sieger Frederik Henes und Julian für mich kein Kraut gewachsen. Da fehlt mir beim Laufen wohl doch noch etwas der Speed.

Nach einem insgesamt ordentlichen Wettkampf konnte ich mir, in den noch ungewohnt heißen Bedingungen, einen Platz auf dem Podium erkämpfen. Damit ist mir die erste Punkteausbeute im BASF Triathlon-Cup Rhein-Neckar gelungen.
Nächste Woche geht es weiter in Maxdorf auf der Mitteldistanz. Dort möchte ich gerne meinen Titel von vor zwei Jahren verteidigen. Auch wenn die Jungs vor mir in Mussbach ganz schön abgeliefert haben, wird das Rennen auf der rund vier Mal so langen Distanz etwas ganz anderes. Ich werde daher nichts unversucht lassen, Pläne schmieden und alles geben.

Es ist cool, dass es im Rhein-Neckar Cup wieder so richtig los geht! Klar ist, dieses Jahr ist die Konkurrenz wieder extrem hoch und jeder Punkt zählt!


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Challenge Heilbronn 2019

So gut vorbereitet wie noch nie, so viel trainiert wie noch nie, so viel geplant wie noch nie und getestet wie noch nie. So stand ich am Start der Challenge Heilbronn. Was soll da noch schief gehen?

Zweifel hatte ich so einige. Vor allem bei dem Starterfeld, mit rund 45 gemeldeten Profis war ich mir nicht sicher wie gut ich bestehen kann. Außerdem kann bei rund vier Stunden Rennen so einiges passieren und was man drauf hat, weiß man ja auch nie so genau vor dem Startschuss.

Mein Plan war von Anfang an mein Rennen zu machen und mich nicht vom Renngeschehen um mich herum beeinflussen zu lassen. Ich hatte mir daher vorgenommen immer in meinem Bereich radzufahren und dann einen vernünftigen Lauf zu zeigen. Also kurz um: Alles raus lassen, was ich trainiert habe.

Nach solidem Schwimmen in der großen Verfolgergruppe, konnte ich als Neunter vom Rad steigen. Über die gesamte Radstrecke hinweg bin ich mein Tempo gefahren und konnte z. B. jeweils an den Bergen zu den vor mir Fahrenden etwas aufholen und auf der Ebene wieder etwas Rückstand einbüßen.

Und so ging es für mich auf Platz 9 auf die Laufstrecke. Den ersten Kilometer lief ich in 3:24 min an. Viel zu schnell, dachte ich mir, Kilometer um 3:33 min folgten. Geplant hatte ich eigentlich ein Durchschnittstempo von maximal 3:45 min/km, doch es fühlte sich alles noch recht kontrolliert an. Im Hinterkopf dachte ich mir immer: „Wenn ich jetzt einbreche, sagen mir alle später, dass das doch zu erwarten war.“ Doch diese Bedenken waren unbegründet: Es lief und vor allem auch dank der super Stimmung auf der Laufstrecke konnte ich mein Tempo durchhalten und einen um den anderen Platz gut machen. Völlig fertig, aber extrem zufrieden und auch etwas von mir selbst überrascht, kam ich auf Platz 6 ins Ziel.

Ein Wahnsinnsgefühl dann später zur Siegerehrung der Top-6 zu dürfen.
Nicht nur die Streckenkenntnis war also ein Heimvorteil, sondern auch die Stimmung an der Strecke! Nochmal danke an alle fürs Anfeuern und Mitfiebern!

Viernheimer Triathlon / Triathlon de Gerardmer

Viernheimer Triathlon
Mit den Sturz und den Pannen war der Rhein Neckar Cup schon vor dem vorletzten Wettkampf im Cup gelaufen. Für das Finale des Cups in Viernheim wollte ich einfach zeigen was ich kann und mir beweisen, dass ich voll in der Gesamtwertung hätte mitkämpfen können.
Schlussendlich lief der Wettkampf super. Nils Frommhold der spätere Sieger war zwar unantastbar, aber ich war das ganze Rennen vorne mit dabei und konnte als 4. ins Ziel einlaufen. Julian Erhardt der Cupsieger lief auf Platz 2 und Andi Böcherer auf Platz 3 vor mir ein. Mit dem Ergebnis bin ich absolut zufrieden vor allem beim Laufen konnte ich Andi lange in einem Blickfeld halten und ein wirklich anständiges Tempo durchziehen. Geht doch!

Im nächsten Jahr kann ich hoffentlich dann auch mit etwas mehr Glück im Rhein Neckar Triathlon Cup wieder voll vorne mitkämpfen.

Ergebnisse


Siegerehrung – Deutscher Meister Olympische-Distanz AK20


Triathlon de Gerardmer

Nach mein Start letztes Jahr war klar, dass ich dieses Jahr auch wieder nach Gerardmer muss. Die Atmosphäre zusammen mit der coolen Wettkampfstrecke ist der perfekte Mix für ein unbeschreibliches Wettkampferlebnis. Und irgendwie ist dieses Rennen auch das, von dem ich das ganze Jahr immer wieder erzählen muss und jedem möglichst zu einem Start überreden will. Aber Vorsicht: Innerhalb von wenigen Minuten sind die Rennen über die Sprint, Olympische und Mitteldistanz ausgebucht.

Unten findet ihr einige Bilder damit ihr versteht warum sich die Reise lohnt. Die Stimmung ist verrückt und deswegen werde ich mich wahrscheinlich auch nächstes Jahr wieder mit großer Vorfreude in Gerardmer anmelden.

Mein Rennen noch kurz zusammen gefasst: Nach solidem Schwimmen konnte ich auf dem Rad meinen alten Landeskaderkollegen und Schwimmrakete Timo Hackenjos einholen und mit ihm auf dem 2. bzw 3. Platz auf die Laufstrecke gehen. Der spätere Sieger Etienne Diemunsch, mit dem ich eine lange Zeit auf dem Rad zusammen gefahren bin, musste ich auf den letzten Kilometern ziehen lassen. Beim Laufen konnte ich Timos Tempo nicht mehr mitgehen und meine Beine fühlten sich an wie Pudding. Als Dritter konnte ich dafür, da mein Vorsprung zum Vierten doch relativ groß war, auch entspannt wirklich alle Zuschauer im Zielkanal abklatschen und den Zieleinlauf genießen. Wenn ihr also nächstes Jahr eure Rennen plant, plant dieses Rennen auf jeden Fall mit ein.

Ergebnisse


Foto: David Jaunet Photographie


Foto: David Jaunet Photographie


Foto: David Jaunet Photographie

Xterra Germany Zittau

Nachdem die Wunden aus dem Sturz von Ladeburg einigermaßen verheilt sind, war glücklicherweise mal ein Programmwechsel angesagt. Für die Xterra Europameisterschaft in Zittau tauschte ich für die letzten drei Wochen im Training die schmalen Reifen des Rennrads gegen die fetten des MTBs. Eine willkommene Abwechslung.

Meine Vorfreude auf das Rennen gegen die Weltbesten im Crosstriathlon war entsprechend groß als am Samstagmorgen der Startschuss knallte.
Nach solidem Schwimmen konnte ich mich auf dem Rad auf einen 8. Platz nach vorne kämpfen. Auf dem MTB wurde extrem hart gefahren und die trockenen Bedingungen machten das Rennen richtig schnell. Man hat nur die nächste Wurzel oder die nächste Abfahrt, den nächsten Anstieg im Kopf. Ständig unter voller Konzentration über Stock und Stein, das war mal was anderes und einfach verdammt cool. Da die meisten der Jungs um mich rum Vollprofis sind, war ihr Tank wohl auch etwas größer, was die Einteilung des Wettkampfes betraf. Meinem ziemlich aggressiven Tempo auf dem Rad musste ich daher beim Laufen Tribut zollen. Denn mein Tank war zum Laufen etwas leer und neben den Kletterpassagen auf der Laufrunde musste ich gezwungenermaßen noch ein paar zusätzliche Gehpausen einlegen. Das Ziel erreichte ich als 11. und schrammte so als bester Deutscher knapp an den Top-Ten vorbei.

Das Rennen quer durch das Zittauer Gebirge hat auf jeden Fall richtig Bock gemacht! Die Einstellung der Cross-Profis ist auf jeden Fall die Richtige, denn hier beschwert sich niemand über verpasste Radpulks oder Ähnliches. Auf solch selektiven Strecken gewinnt der Stärkste, und wenn ein anderer Athlet vor einem ist, dann weil er besser war.

Ergebnisse

Darf mich nun „XTERRA GERMANY CHAMPION 2018” nennen!

Römerman und Heidelbergman 2018

Römerman

Auf Platz 3 liegend ging ich in die letzte Abfahrt. Die Straße war nass und es waren nur noch 12km zu fahren. 
Alles cool dachte ich mir, nicht mehr weit und dann ab in die Laufschuhe. Endlich mal schauen was im Laufen so geht. 

Nach dem Platten in Mussbach und dem Brummschädel in Heilbronn war ich gespannt wie schnell ich laufen kann. Einfach mal alles geben bis ins Ziel und schauen was raus kommt. 

Markus Rolli bog direkt vor mir in die Kurve ein. Dahinter bremste ich vorsichtig auf der nassen Straße runter. Doch als ich einlenkte rutschte mein Vorderrad direkt weg.

Mit geprellter Hüfte und ordentlich aufgeschürft, kam ich mit dem Sammeltransport im Krankenwagen zurück nach Ladenburg. Leider musste ich beobachten wie in der gleichen Kurve einige Athleten hinter mir auch stürzten. Alle waren sie eigentlich relativ vorsichtig. Wahrscheinlich war wohl Öl oder etwas anderes auf der Straße, das die Kurve richtig glatt machte. Nichts wars mit einem Zieleinlauf. Ziemliches Pech also. 

  

Heidelbergman

Ein Start eine Woche später beim Heidelbergman direkt vor meiner Haustür, war mit der Prellung und den Wunden nicht mehr allzu realistisch.

Ein paar Tage und vergebliche Lauftests später entschied ich mich Samstagabend es doch zu versuchen.

Schwimmen und Radfahren ging schmerzfrei. Doch gegen einen bockstarken Julian Erhardt war auf dem Rad schon nichts auszurichten. Als Dritter ging es auf die Laufstrecke. Mit ziemlich schmerzhaften zweiten 5km bergab kam ich als siebter ins Ziel. 

Durch die letzten Wettkämpfe war es gar nicht mehr so normal über die Ziellinie zu laufen und es geschafft zu haben. Unter den Umständen geht die Platzierung voll in Ordnung. Und das wichtigste: Es hat riesen Spaß gemacht!

 

 Foto: Markus Herkert

Challenge Heilbronn

Für meinen Heimwettkampf in Heilbronn, hatte ich mir einiges vorgenommen. Vor allem im Profifeld mitzukämpfen – mit vollem Risiko. Seit diesem Jahr habe ich einen Wattmesser für das Fahrrad. Meine Trainingswerte zeigten mir, dass es durchaus realistisch ist vorne mithalten zu können. Damit entschloss ich nach dem Wettkampf in Cannes, mich für die Challenge Heilbronn zu melden.

Der absolute Heimwettkampf für mich. Auf der Radstrecke habe ich mich auf Strava schon als 17-Jähriger an den Bestzeiten von Ronny Schildknecht (3. Platz Heilbronn 2012) gemessen. Diesen Heimvorteil wollte ich nutzen. Das, was an Training gegenüber den Voll-Profis fehlt, wollte ich mit dem nötigen Risiko ausgleichen.

Trotz, dass das Semester wieder in vollem Gange war, lief das Training super und auch die letzten Laufeinheiten stimmten mich zuversichtlich. Ich hatte etwas Schiss vor dem Schwimmen und den ersten 30 Radkilometern, die relativ wellig auf der Bundesstraße entlang führten. „Was ist, wenn ich gleich hier abhängt werde?” Doch die Befürchtung war umsonst...

Zu meiner Freude konnte ich in der Führungsgruppe aus dem Wasser steigen. Und auch die ersten Radkilometer waren kein Problem. Mit der Windschattenregel von mehr als 20m Abstand zum Vordermann hat man bei starkem Gegenwind wohl doch etwas Windschatten. Den Abstand in der Gruppe regelgerecht einzuhalten war da mehr eine Frage der Konzentration als der Kraft. Als danach die Radstrecke selektiver wurde, konnte ich zeitweise selbst das Rennen in der Gruppe mitbestimmen – „die anderen auch mal unter Druck setzten”. Alles lief soweit bis dahin voll nach Plan. Wer viel riskiert braucht wohl auch den Tag, an dem der Körper auch alles hergibt und nicht blockiert. Wenn ich einbreche habe ich damit kein Problem, dann habe ich wenigstens alles gegeben. Doch was gegen Ende der Radstrecke und vor allem auf der Laufstrecke passierte war wohl das, was man eine schlechte Tagesform nennt.

Mir wurde schwindelig und mein Kopf brummte auf einmal. Doch die Ernährung war nicht das Problem. Die Gelflasche war so gut wie leer und getrunken hatte ich auch genug. Gefühlt hatte ich auch nicht überzogen.

Egal was ist und wie sehr ich einbreche, aufgegeben wird nicht. Aber am Sonntag war wohl so ein Tag an dem das die richtige Entscheidung war. Selbst nach Gehpausen und ordentlich Verpflegen ging das Schwindelgefühl und das Kopfweh nicht weg. Ich konnte sogar zügig laufen, doch mir war dabei immer noch schwindelig. Nach 10 km aufzuhören war wohl schon die richtige Lösung.

Rückblickend bin ich ziemlich enttäuscht. Das Ergebnis zählt ja schließlich und die Chance für eine super Platzierung war zum Greifen nahe. Doch andererseits weiß ich jetzt auch, dass ich in einem Weltklassefeld beim Schwimmen und auf dem Rad mithalten kann.

Ich möchte mich noch gerne bei allen bedanken, die mich am Streckenrand wie die Wilden angefeuert haben, so dass ich mir das Grinsen nicht verkneifen konnte! 
Nächstes Jahr gibt es einen neuen Versuch...

Cannes International Triathlon 2018

Wie im letzten Jahr habe ich mir vorgenommen, in den Semesterferien im Training wieder voll Gas zu geben. Das Ziel: Die Mitteldistanz des Cannes International Triathlon am 29. April 2018.

Die bergige Radstrecke mit 107 km und 1800 Höhenmeter war Motivation genug im Training voll auf die Tube zu drücken und der Wettkampf in Cannes ist ein perfekter erster Höhepunkt für die Saison 2018.

Als dann Javier Gomez als Top-Starter angekündigt wurde, hatte ich noch mehr Bock, auch wenn ich nicht wirklich erwartet hatte ihm im Rennen zu begegnen.

Entsprechend gut vorbereitet und motiviert stand ich am Sonntagmorgen am Start. Nach solidem Schwimmen konnte ich mich schnell auf Platz 5 auf dem Rad vorarbeiten. Dort fuhr ich dann relativ einsam mein Tempo. Jegliche Pressemotorräder waren da beim Führenden Javier Gomez. Immer wieder wurde mir der Abstand von circa 3 min. zugerufen.

Schon beim Streckencheck davor dachte ich mir, dass das eigentliche Rennen erst bei Kilometer 60 auf dem Rad beginnt. Die Strecke in Cannes ist kurvig wie eine Achterbahn und man denkt man hat dort schon das Meiste hinter sich, aber ab da wird es mit den letzten 2 langen Anstiegen erst richtig hart. Hier kann man krass einbrechen oder auch krass aufholen. Also kontrollierte ich davor mehr oder weniger mein Tempo und gab ab dort wie geplant noch einmal mehr Gas.

Als ich in den letzten Anstieg einbog, sah ich die auf Platz 3 und 4 Liegenden vor mir. Auch der Abstand zu Javier Gomez an der Spitze war auf 1:40 geschrumpft. Ich attackierte also sofort am Berg und konnte mich auf Platz 2 vorarbeiten. Auf einmal waren 3 Kamera-Motorräder um mich herum und ich sah das Führungsmotorrad 3 Kehren über mir. Was für eine verrückte Situation!

Zum Laufen hatte ich dann einen Abstand von 1:20 auf Platz 1 und ein gutes Polster auf Platz 3. Vielleicht habe ich ein Gel zu wenig auf dem Rad genommen, was auch etwas dem geschuldet war, dass ich ab Kilometer 85 auf dem Rad nichts mehr zu trinken hatte, da ich eine halb volle Trinkflasche gereicht bekam. Zumindest Schlug Anfang der 3ten von 4 Laufrunden der Mann mit dem Hammer voll zu. Ich musste gehen und wurde brutal langsam. Irgendwie konnte ich mich mit meinem letzten Gel retten und zu einem einigermaßen Tempo zurückfinden. Den 2. Platz verlor ich auf dem letzten Kilometer an Kévin Maurel. Die anderen Verfolger konnte ich jedoch auf Distanz halten, da auch sie mit der doch relativen langen Wettkampfdauer ordentlich zu kämpfen hatten.

Der Wettkampf lief also nicht ganz perfekt – gerne hätte ich auch noch einen vernünftigen Lauf gezeigt. Doch am Ende zählt das Ergebnis und das ist der Hammer! Auf dem Siegerpodest neben Javier Gomez auf Platz 3 zu stehen ist doch das wovon ich im Training davor geträumt habe!

Ergebnisse

 

Triathlon de Gerardmer

Völlig begeisterte Zuschauermassen, eine extreme Stimmung und eine harte Rad- und Laufstrecke – das ist der Triathlon de Gérardmer zusammengefasst.
Von meinen letzten beiden Starts beim Xterra Frankreich, der vom gleichen Veranstalter wie der Triathlon de Gérardmer ausgetragen wird, habe ich schon erwartet wie die Stimmung am Renntag und auf der Strecke so sein könnte. Dass es so krass wird, hätte ich nicht gedacht. Doch von Anfang an:

Am Sonntagmorgen fuhren wir früh mit dem Auto nach Gérardmer. Dort angekommen, habe ich noch kurz die 14 km lange Radrunde abgefahren. Diese ist 3-mal zu durchfahren und hat auf 42 km ca. 850 Hm.

Vor dem Schwimmstart wurde kräftig die Stimmung eingeheizt. Um 13:30 h fiel der Startschuss und zusammen mit 800 Startern ging es über die 1,5km lange Schwimmstrecke. Alles lief super und ich konnte in der ersten Verfolgergruppe aus dem Wasser steigen. Auf dem Rad ging es durch die Stadt, bis zum Abzweig in den 3 km langen und sehr steilen Anstieg.
Doch was mich dort erwartete, habe ich nicht erwartet: Von unten bis oben standen die Zuschauer dicht an dicht und feuerten uns an, es lief Musik und alle 50m stand ein Lautsprecher über den Musik lief und ein Sprecher am Mikrofon die Athleten anfeuerte. An dieser Stelle irgendwie nicht alles zu geben war also ziemlich unmöglich.
Auf der gesamten Radstrecke konnte ich immer mehr der vor mir Liegenden einholen und schließlich als 2. vom Rad steigen. Die Laufstrecke hatte es genau so in sich, wie die Konkurrenten die mich noch auf Platz 5 verdrängten.

Mit meinem Rennen bin ich mehr als zufrieden und der Triathlon de Gérardmer sollte bei jedem auf der To- Do Liste stehen. Ich werde nächstes Jahr auf jeden Fall wieder am Start stehen. Das Spektakel kann man sich nicht entgehen lassen!

 

Xterra-Germany und BASF Triathlon-Cup Rhein-Neckar in Viernheim

Die Saison ist für mich so langsam in den letzten Zügen. Um ein bisschen die Form aus dem Sommer noch weiter in gute Rennen auszuschlachten, habe ich mir für das Ende der Saison noch ein paar Rennen mit schön bergigen Radstrecken ausgesucht.
Nach dem Heidelbergman fuhren wir also mittwochs nach Zittau zum Xterra-Germany. Zwar saß ich die 2 Wochen vor dem Rennen das erste Mal wieder regelmäßiger auf dem Mountainbike, doch meine Vorfreude auf meinen einzigen Crosstriathlon der Saison war riesig. Vor allem, da das Rennen mit einem internationalem Top-Starterfeld aufwartete und auch gleichzeitig die Deutschen Meisterschaften ausgetragen wurden.
Leider wachte ich am Mittwochmorgen mit Halsweh auf und entschied erst am Rennmorgen, dass ich starten werde. Nach solidem Schwimmen konnte ich mit der ersten großen Gruppe aus dem Wasser steigen und mich mit einer kleinen Gruppe von dieser nach vorne absetzten. Mein fehlendes Mountainbiketraining bekam ich jedoch auf den Abfahrten zu spüren, in denen ich Zeit verlor. Vom Rad auf Platz zehn liegend lief ich als 11. ins Ziel. Mein Ausflug in die Xterra-Szene bedeutete damit auch einen 3. Platz bei den Deutschen Meisterschaften im Crosstriathlon. Und vor allem hat es enorm viel Spaß gemacht. XTERRA Zittau ist einfach ein toll organisiertes Rennen mit einer geilen Party am Abend. Zum Glück bin ich noch rechtzeitig wieder gesund geworden!

Eine Woche später stand das Finale des BASF Triathlon-Cup Rhein-Neckar auf dem Programm. Nun wieder auf schmalen Reifen hatte ich auch die Gesamtwertung im Fokus. In einem brutalen Feld mit Sebastian Kienle, Timo Bracht, Markus Rolli und allen anderen üblichen Verdächtigen aus dem Rhein-Neckar-Cup konnte ich auf einem 6. Platz ins Ziel einlaufen. Das Rennen bot für mich so einige sensationelle Momente: So konnte ich zum Beispiel auf dem Rad den ersten langen Anstieg mit Sebastian Kienle zusammenfahren und hatte mit Timo Bracht einen harten Kampf um Platz 5 beim Laufen, den Timo mit knappen 8 Sekunden Vorsprung für sich entschied.
In der Gesamtwertung sprang für mich damit ein 4. Platz heraus und mit dem Tri-Team Heuchelberg gewannen wir zudem die Vereinswertung.
Der nächste Stopp im Saison-Endspurt ist schon nächste Woche über die Olympische Distanz in Gerardmer – ein Rennen vom Profil ähnlich wie der Heidelbergman.

Foto: Gary Mc Caffery